ZUM JAHRESWECHSEL

ZUM JAHRESWECHSEL

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Die letzten turbulenten Wochen und Monate haben uns die terroristische Bedrohung in Europa und in Deutschland näher gebracht. Wir sind nicht mehr ausschließlich Beobachter des Schreckens. Mittlerweile müssen wir uns um Familie und Freunde Gedanken machen und ein subtiles Gefühl von Bedrohung scheint zum Alltag zu gehören. So wie es in vielen Ländern dieser Welt seit Jahren und Jahrzehnten zur traurigen Normalität gehört und mit der Kinder in Afghanistan, Gaza, Syrien, Irak, Jemen und vielen anderen Ländern groß werden.

Schon jetzt ist es absehbar, dass wir auch in Europa im Jahr 2017 vor weiteren Herausforderungen stehen werden. In Italien, den Niederlanden, Frankreich und auch in Deutschland finden wichtige Wahlen statt. Bereits heute wird in allen Ländern mit einem deutlichen Zuwachs von Stimmen rechtspopulistischer Parteien gerechnet. Kriege und Krisen weltweit werden nicht weniger und werden als ein wesentlicher Fluchtgrund gewertet.

Friedensdorf International blickt 2017 auf 50 Jahre humanitäre Hilfe für Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten zurück. Die Kinderhilfsorganisation steht im In- als auch im Ausland für parteipolitische Unabhängigkeit, Überkonfessionalität und setzt sich für die Ärmsten der Armen ein.

Wenn zum Jahreswechsel über Wünsche und Vorsätze nachgedacht wird, appelliert Friedensdorf an demokratische Werte, an Solidarität und an Menschlichkeit. Gemeinsam sollten wir uns auf die Errungenschaften der letzten Jahrzehnte konzentrieren und solidarisch die Herausforderung der kommenden Zeit annehmen. Weder Verallgemeinerungen, noch pauschale Schuldzuweisungen; Vorurteile oder Fremdenhass werden 2017 weiterhelfen. Es liegt an uns, dass wir für unser Leben und unsere Gesellschaft nicht zulassen, was Terroristen und andere Extremisten zu zerstören versuchen.

Die vorübergehenden Bewohner im Friedensdorf – Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten – beweisen es uns jeden Tag: trotz ihrer Krankheit oder körperlichen Einschränkungen, trotz unterschiedlicher Hautfarbe, Religion und Herkunft ist ein friedliches und solidarisches Miteinander sehr wohl möglich!

„Eigentlich ist es traurig, dass es eine Einrichtung wie das Friedensdorf auch nach 5 Jahrzenten noch geben muss. Aber angesichts der Situation in der Welt ist es gut für viele Kinder und ihre Großfamilien, dass es sie noch gibt“, so formulierte es kürzlich ein Freund. Auch im Jahr 2016 konnte Friedensdorf viele Hunderte Mal Hoffnung und Hilfe geben – ein unschätzbarer Wert für viele Familien in Kriegs- und Krisengebieten.

Dies ist aber nur gemeinsam mit den zahlreichen Freunden, Förderern und Unterstützern möglich, die mit Geld- und Sachspenden sowie ehrenamtlichen Engagement das Fundament des Friedensdorfes bilden. Wir sagen aufrichtig DANKE und hoffen auf genau diese Unterstützung auch im kommenden Jahr!

Das gesamte Team von Friedensdorf International wünscht einen guten Übergang in ein hoffentlich friedvolleres neues Jahr!

 

 

Foto: Jakob Studnar

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