WEIHNACHTEN – EIN FEST MIT VIELEN TRADITIONEN

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In vielen Ländern ist der Nikolaustag viel bedeutsamer als Weihnachten – so zum Beispiel in Holland. In Italien ist Weihnachten ein großes Familienfest. Geschenke gibt es aber genau wie in Spanien erst am Dreikönigstag. In Russland oder in vielen osteuropäischen Ländern gibt es die Tradition von Väterchen Frost, der mit seiner Enkelin – einem Schneemädchen in einem Schlitten, der von drei Pferden gezogen wird – den Kindern erst am 07. Januar Geschenke bringt. In Griechenland  ziehen am 24. Dezember Kinder mit ihren Instrumenten durch die Straßen. Mit ihren Lobgesängen („Kalanda“) möchten sie Segen für die Häuser erwirken. In Polen besteht das Weihnachts-Festessen traditionell aus 12 Gerichten – in Erinnerung an die 12 Apostel. Es wird aber immer ein Gedeck mehr als benötigt aufgelegt: für einen Gast, der vielleicht unerwartet kommt. In Australien dagegen fällt Weihnachten mitten in den Sommer. Santa Claus flitzt in roten Boxershorts auf Wasserskiern an und fliegt per Helikopter in entfernte Orte. Der Weihnachtstruthahn wird am liebsten am Strand beim Picknick verzehrt. Auch in Indien ist Weihnachten ein offizieller Feiertag, der auf Hindi als „der große Tag“ bezeichnet wird. Für das Familienoberhaupt ist es Zeichen der Verehrung, wenn ihm von den Seinen eine Zitrone überreicht wird, verbunden mit den besten Wünschen für Glück und Erfolg.

Es verwundert somit nicht, dass aufgrund der vielen verschiedenen Traditionen auch im Friedensdorf kein „klassisches Weihnachtsfest“ gefeiert wird. Das vorübergehende Zuhause für Kinder aus aktuell neun Kriegs- und Krisengebieten wurde selbstverständlich winterlich geschmückt und die Küche zauberte ein besonders leckeres Essen.

Eine richtige gemeinsame Feier gab es aber erst am 30. Dezember, nämlich das traditionelle  Friedensfest. Es wurden Lieder gesungen, die Mitarbeiter überzeugten mit einem Theaterstück und für jedes Kind gab es ein Geschenk. Eine Armbanduhr oder ein kleines Auto, das sie als besondere Erinnerung mit ins Gepäck bei der Heimreise packen können. Denn das größte Geschenk für die Friedensdorf-Schützlinge und ihre Familien steht nach abgeschlossener Behandlung noch aus – die Rückkehr in ihre Heimatländer. Für viele Kinder wird dieser Wunsch bereits Anfang des kommenden Jahres in Erfüllung gehen. Friedensdorf International wird mit dem ersten Hilfseinsatz 2017 Kinder aus Afghanistan und Zentralasien nach Deutschland zur medizinischen Versorgung holen sowie gesunde Kinder zu ihren Familien zurück bringen.

 

Fotos: ok!Kommunikation

 

Eine Antwort

  1. Ursel Neubert
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    einen liebevollen Dank geht an Euch und das Team des Friedensdorf

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